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Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke ein Thema, das sich durch alle Altersgruppen zieht – es wird gepostet, getwittert, geteilt, geliked usw. – man könnte fast glauben, es geht nicht mehr ohne. Mittlerweile dienen die sozialen Netzwerke aber nicht mehr nur der virtuellen Kommunikation zwischen Freunden und Bekannten – sie haben heute in fast allen Bereichen des täglichen Lebens, egal ob privat oder geschäftlich, Einzug gehalten.

Kaum ein Unternehmen, das nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs ist – aber wozu? Antworten darauf zu finden, war Ziel unserer Befragung an die Unternehmen. Entgegen unserer Erwartungen kamen die ersten Mails der Kunden zurück mit der Antwort, dass sie nicht oder noch nicht in den sozialen Netzwerken präsent sind. Erstaunlicherweise betraf diese Aussage nicht nur kleinere und eher unbekannte Unternehmen, nein auch die großen schlossen sich dieser Aussage an. Also doch kein »Must have« wie zuerst vermutet. Die nachfolgende Grafik (Teilnahme der Unternehmen an der Umfrage) verdeutlicht unsere Auswertung.

Teilnahme der Unternehmen an der Umfrage


Eigentlich sollten wir diese Umfrage jedes Jahr einmal durchführen - es ist bestimmt interessant zu sehen, in welche Richtung sich die sozialen Netzwerke bewegen.

81 Prozent der Fragebögen konnten wir letztendlich auswerten, wobei davon schon wieder gut die Hälfte anonym beantwortet wurde und somit lediglich zu statistischen Zwecken genutzt werden kann.

Als Einstieg haben wir für jede unserer Studien immer eine Frage, in deren Beantwortung wir immer was Lustiges und was zum Schmunzeln erwarten.

Die Frage lautete: »Welches war die lustigste oder peinlichste Situation, die Sie bisher im sozialen Netzwerk erlebt haben?« Leider gab es dieses Mal aus Sicht der Unternehmen nichts zum Lachen zu erzählen.

Die Antworten der zweiten Frage: »Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie in Ihrem Unternehmen?« waren eine große Überraschung für uns. Nicht Facebook, wie erwartet, liegt in der Gunst der Unternehmen auf Rang 1 sondern mit einem komfortablen Abstand findet sich Xing hier wieder.

Zur Auswahl standen: Facebook, Stayfriends, VZ-Netzwerke, Wer kennt wen, Xing, Google+, Twitter und die Möglichkeit andere Netzwerke zu benennen. Hier wurden Netzwerke wie LinkedIn, Flickr, kununu, Youtube, Pinterest und Instagram, wobei diese bis auf LinkedIn, kununu und Youtube eher weniger benannt wurden.

Die nachfolgende Grafik (Verteilung der Unternehmen auf die sozialen Netzwerke) verdeutlicht die prozentuale Verteilung der Rangfolge der Netzwerke. Natürlich duften die Unternehmen mehrere Kreuzchen verteilen. Begründet haben sie dieses mit der Beantwortung der dritten Frage.

Verteilung der Unternehmen auf die sozialen Netzwerke


Die dritte Frage lautete: »Wofür nutzen Sie in Ihrem Unternehmen soziale Netzwerke?« Antworten, die alle Unternehmen gegeben haben waren: Branding einer Arbeitgebermarke, allgemeine Präsenz als Unternehmen, Darstellung unserer Unternehmenskultur, Personalmarketing und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Allerdings unterscheiden die Unternehmen je nach Art der Plattform auch deren Nutzung und ihre darin verfolgten Ziele. So wird zum Beispiel Xing als Business-Plattform zum Mitarbeiterrecruiting genutzt und Facebook eher zum Bekanntmachen der Arbeitgebermarke.

»Nutzen Sie die sozialen Netzwerke, um Mitarbeiter zu rekrutieren?« war Frage Nr. 4, die genau gesehen mit der dritten Frage bereits beantwortet wurde. Die Antwort der Witt-Gruppe steht stellvertretend für alle anderen Unternehmen: »Facebook und Twitter nutzen wir zur schnellen und einfachen Interaktion und Information, auch über neue Stellenangebote. Wir sprechen in diesen Kanälen aber keine Einzelpersonen gezielt an. Bewerberanfragen nehmen wir natürlich trotzdem gerne entgegen. Auf Xing gehen wir dagegen auch aktiv auf Kontakte zu, wenn diese an Karrierechancen interessiert sind und von ihrem Profil her zu uns passen.«

Die Beantwortung der Frage 5: »Wenn ja, um welche Zielgruppe handelt es sich, die Sie über das soziale Netzwerk rekrutieren?« bescherte uns die nächste Überraschung. Die Unternehmen konnten wählen zwischen:
› Auszubildende
› Studenten für Praktika usw.
› Absolventen, Young Professional
› Professionals bzw. Mitarbeiter mit mehr als 5 Jahren Berufserfahrung

Eine Mehrfachnennung war möglich. Wir hätten fast Wetten darauf abschließen können, dass die Auszubildenden das Rennen machen. Aus Sicht der Unternehmen belegen sie mit nur 13% den letzten Platz. Intern haben wir darüber spekuliert, dass Auszubildende vorrangig noch mit Hilfe der Tageszeitungen regional gesucht werden – wird wohl auch was dran sein. Mit 35% machten die Absolventen und Young Professional das Rennen. Die nachfolgende Grafik (Zielgruppen der Unternehmen im sozialen Netzwerk) verdeutlicht die prozentuale Verteilung der Stimmen.

Zielgruppen der Unternehmen im  sozialen Netzwerk


Mit der 6. Frage haben wir ein etwas heikles Thema des Personalrecruitings angesprochen, sie lautete: »Nutzen Sie die sozialen Netzwerke für die Bewerberauswahl und zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche? Recherchieren Sie Ihre künftigen Arbeitnehmer?« Hier war der O-Ton der Unternehmen ziemlich einheitlich und stellvertretend für alle Unternehmen antwortet die Witt-Gruppe: »Facebook und Twitter werden von den Bewerbern vorwiegend privat genutzt. Deshalb recherchieren wir in diesen Kanälen nicht, sondern spezialisieren uns auf Xing. Wir googeln auch niemanden vor dem Vorstellungsgespräch. Wenn uns die Bewerber selbst auf ihre Website oder ihren Blog aufmerksam machen, schauen wir uns diese aber gerne an.«

Bei der Beantwortung der siebenten Frage waren sich alle Unternehmen einig. Diese lautete: »Es gibt zahlreiche Fehler, die man fast unauslöschbar im sozialen Netzwerk machen kann. Was raten Sie künftigen Arbeitnehmern, um solche weitreichenden Fehler zu vermeiden?« Die Antwort des Unternehmens Villeroy & Boch trifft hier genau ins Schwarze: »Man sollte immer darauf achten, wie man auf den potenziellen Arbeitgeber wirken möchte. Insbesondere Fotos und schriftliche Formulierungen spielen dabei eine Rolle. Fotos, die die letzte Party zeigen, die zwar lustig sind, aber vielleicht nicht unbedingt den besten Eindruck hinterlassen, sollten vermieden werden. Auch das Verlinken auf andere Bilder sollte diesbezüglich geprüft werden. Wenn Inhalte im Profil hinterlegt sind, die nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind, können entsprechende Einstellungen helfen, sodass nur definierte Personen darauf Zugriff haben. Wenn ein Bewerber mit dem Unternehmen über das soziale Netzwerk in Kontakt tritt, sollte der Bewerber immer beachten: Der Ton macht die Musik. Hier gelten die gleichen Regeln für schriftliche Kommunikation wie in Briefen oder E-Mails. Moderne Kommunikationsmittel zu nutzen heißt nicht, dass man gleichzeitig an Höflichkeit verlieren darf.«

Mit der 8. und letzten Frage: »Was wäre für Sie ein absolutes NoGo eines Bewerbers im sozialen Netzwerk?« endet die Studie zum Thema Social Media. Hier hat es das Unternehmen crealytics GmbH auf den Punkt: »Mitgliedschaft / Sympathisieren mit rechts- bzw. linksextremen politischen Gruppierungen sind kritisch zu betrachten. Ein weiteres NoGo stellen Informationen dar, die klar im Widerspruch zu der schriftlichen Bewerbung stehen. Aber auch Fehlverhalten und mangelnde Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber lassen einen Bewerber nicht gut dastehen.«

Fazit unserer Befragung

Zwei Überraschungen, zum einen, dass nicht Facebook in der Gunst der Unternehmen ganz oben steht sondern Xing und zum Anderen, das sich die Absolventen und Young Professional als Zielgruppe der Unternehmen darstellen, nicht wie zuerst vermutet die Auszubildenden.

Als guten Tipp können wir dir mit auf den Weg geben: »Das Kommunikationsverhalten in den sozialen Netzwerken sollte sich nicht von dem im realen Leben unterscheiden. Überlege lieber einmal mehr, was du postest oder welche Bilder du hochlädst – ungefragt Bilder anderer Personen hochladen, kann schnell mal teuer werden. Hier gelten Persönlichkeits- und Urheberrechte. Denke genau darüber nach, welche Inhalte du von dir Preis gibst, überprüfe regelmäßig deine Sicherheitseinstellungen, veröffentliche nur Informationen, die dir in Zukunft nicht nachteilig ausgelegt werden können – solch ein Bumerang kann schneller zurückkommen als du denkst.«

Kurz

Mache nichts im sozialen Netzwerk, was du nicht auch im wirklichen Leben tun würdest.

Und zum Schluss noch kurz die Info: Wir sind auch bei Facebook und informieren dich über Wichtiges von und zum Berufsstart. Bis bald auf Facebook und Co.
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